Gemeinderatswahlen 2010: Wahlkampf in Social Networks

Die Politik im 21. Jahrhundert hat das Internet schon seit geraumer Zeit als wichtiges kommunikationspolitisches Instrument entdeckt. Inzwischen gibt es wohl keine Partei mehr, die keine eigene Homepage betreibt. Aber auch die politische Organisation und die Diskussionskultur parteinaher Gruppierungen haben sich im Zeitalter des world wide web verändert.

Social Networks wie facebook machen es möglich, sich in einem virtuellen Raum mit Gleichgesinnten zu versammeln, um unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort der Mitglieder beispielsweise für eine gemeinsame Sache zu streiten. Stellvertretend dafür kann man sich die facebook-Initiative der Fangruppe der SVP zu den Gemeinderatswahlen  2010 in Südtirol betrachten. Hier werden Neuigkeiten und Hintergründe zu den Wahlen blitzschnell verbreitet, mit Links, Zitaten und Bildern angereichert oder mit einem Daumen-Hoch-Symbol als ansprechend bewertet. Möchte man seine Meinung kundtun, gibt es die Möglichkeit, zu jedem Eintrag Kommentare zu verfassen. Dabei entwickeln sich mitunter richtige Diskussionen, Phrasendrescherei inklusive.

Was denken Sie über Politik im Web? Bloße Verlagerung des Diskussionsforums auf eine spielerische Online-Plattform oder sinnvolle Ergänzung bei der Vermittlung von Inhalten?

Foto: tobiaseigen, Flickr Creative Commons

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