Wassernutzungsplan durch Landesregierung verabschiedet – umstrittene Praxis

Politiker sämtlicher Länder und aller Couleur haben die Wichtigkeit des Schutzes natürlicher Ressourcen erkannt. Umweltschutz und Nachhaltigkeit nehmen zunehmend größeren Raum in den Parteiprogrammen ein. In Südtirol wurde sechs Jahre lang an einem Wassernutzungsplan gearbeitet, der die Sauberkeit und verantwortungsvolle Nutzung dieses kostbaren Rohstoffs gewährleisten soll. Für die Reihenfolge der Prioritäten galt und gilt erst Trinkwasser, dann Landwirtschaft, Beschneiungsanlagen, Industrie und schließlich Wasserkraft. In dieser Woche hat die Landesregierung nun den Plan gut geheißen und an das paritätische Komitee nach Rom gesandt, wo er auf seine endgültige Verabschiedung wartet. Allerdings kritisierten die Grünen das vorgehen der Regierung bei der Verabschiedung. Die fehlende Feierlichkeit werteten sie als Vertuschungstaktik. Laut den Grünen sollen zum einen längst nicht alle Vorschläge zum Gewässerschutz im Nutzungsplan berücksichtigt worden sein, zum anderen seien auch schutzbedürftige Wasserläufe wie der Rambach in Graubünden einfach außen vor gelassen worden. Landesrat Michl Laimer wies die Vorwürfe jedoch zurück.

Foto: Helico, Flickr Creative Commons

Noch keine Bewertungen vorhanden