Zuspruch zu Landesgesetz zur Gleichstellung der Frauen

Politiker und Politikerinnen des Landes haben sich positiv zur Verabschiedung des Gesetzes zur Gleichstellung und Förderung der Frauen geäußert. So bezeichnete die Vizepräsidentin der Abgeordnetenkammer, Rosy Bindi, die Regelung als „bewundernswert“. Sicher gäbe es noch Nachbesserungsbedarf, aber man habe hier schon einen „großen Wurf“ gelandet, und sehe, dass die italienische Gesellschaft „einen hohe Grad an Reife“ erreicht habe, so Bindi.


Der offizielle Name des kürzlich verabschiedeten Gesetzes lautet "Gleichstellungs- und Frauenförderungsgesetz des Landes Südtirol und Änderungen zu bestehenden Bestimmungen". Die endgültige Fassung trägt das Datum vom 8. März 2010, dem Internationalen Tag der Frau. Das Gesetz sieht u.a. ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei der Besetzung von Gremien durch den Landtag oder die Landesregierung vor. Konkret bedeutet dies, dass mindestens ein Drittel aller Kommissions-Mitglieder vom jeweiligen anderen Geschlecht sein müssen. Außerdem sind in jedem Gremium zwingend Vertreter beider Geschlechter vorgeschrieben, ab acht Personen mindestens zwei des anderen Geschlechts.


Zusätzlich verfügt Südtirol mit Frau Simone Wasserer nun über eine Gleichstellungsrätin, die Anlaufstelle für all jene sein soll, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden oder wurden.


Was meinen Sie dazu? Notwendige und fortschrittliche Entwicklung in der Gleichstellungsfrage oder doch nur Papierwerk ohne Wandel in den Köpfen?

Foto: Allie_Caulfield, Flickr Creative Commons

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